Schulische Ausbildung


Was ist eine schulische Ausbildung?

Die schulische Ausbildung ist eine Ausbildung, die – wie der Name bereits vermuten lässt – ausschließlich in der Schule stattfindet. Meist handelt es sich um eine Berufsfachschule, sie kann jedoch auch an einer Privatschule, Fachakademie, einem Berufskolleg oder einer anderen beruflichen Schule erfolgen.

Da sie also im Gegensatz zu einer dualen Ausbildung nicht in einem Ausbildungsbetrieb stattfindet, ist kein Vertrag mit einem Unternehmen nötig. Um bei einer schulischen Ausbildung dennoch Praxiserfahrung sammeln zu können, absolvieren die Auszubildenden neben dem Unterricht in der Regel auch ein oder mehrere Praktika. Diese Praktika finden entweder an bestimmten Wochentagen oder gebündelt über mehrere Wochen oder Monate hinweg statt.

schulische Ausbildung

In welchen Bereichen kann ich eine schulische Ausbildung machen?

Eine schulische Ausbildung ist in den Bereichen Medizin und Pflege, Technik und IT, Sozialwesen, Fremdsprachen, Pädagogik, Musik, Wirtschaft sowie im künstlerischen Bereich möglich. Klassische Beispiele hierfür sind die Berufe medizinisch-technische(r) Assistent(in), Altenpfleger(in) Physiotherapeut(in) und Erzieher(in). Wie man sieht, ist das Spektrum an schulischen Ausbildungsberufen breit gefächert.

Dauer und Ablauf

Grundsätzlich dauert eine schulische Ausbildung zwischen einem und vier Jahren. Die Dauer hängt jedoch vom Ausbildungsberuf, deinem Schulabschluss, deinen Vorkenntnissen sowie vom Bundesland ab, in dem du die Ausbildung absolvieren willst.

Innerhalb dieser ein bis vier Jahre nimmt der Auszubildende an regelmäßigem Unterricht teil und führt neben dem Unterricht ein oder mehrere Praktika durch. Es finden zudem regelmäßige Prüfungen statt, wie du es aus der Schule gewohnt bist. Am Ende der schulischen Ausbildung absolvierst du eine Abschlussprüfung. Diese besteht aus einer schriftlichen und einer mündlichen bzw. praktischen Prüfung.

Vorteile und Nachteile der schulischen Ausbildung

Der große Vorteil einer schulischen Ausbildung ist, dass du dich nach deiner Schulzeit nicht umgewöhnen musst. Als Auszubildender erhältst du einen festen Stundenplan und feste Schulferien.

Ein weiterer Vorteil ist, dass der Unterricht an einer Berufsfachschule oder einem Berufskolleg kostenlos ist. Ausgenommen sind Fachakademien und andere private Schulen, da dort Schulgeld bezahlt werden muss.

Ein Nachteil der schulischen Ausbildung ist jedoch, dass man während der Ausbildung in der Regel keine Vergütung erhält. Dadurch bleibt man weiterhin auf Erspartes, auf das Taschengeld der Eltern oder die Einnahmen aus einem Nebenjob angewiesen.

Außerdem fehlt bei einer schulischen Ausbildung eine umfangreiche Praxiserfahrung. Es finden zwar Praktika während der Ausbildungszeit statt, doch diese erlauben nicht den umfassenden Einblick in die Berufswelt, wie er bei einer dualen Ausbildung möglich ist. Dies kann den Einstieg in die Berufswelt nach dem Abschluss der Ausbildung erschweren.

Zulassungsvoraussetzungen

Bei einer schulischen Ausbildung ist zu beachten, welche Zulassungsvoraussetzungen diese hat. Viele Schulen fordern einen Realschulabschluss, zusätzlich ist manchmal ein Eignungstest notwendig. Dies variiert jedoch je nach Ausbildungsberuf, Schule und Bundesland. Außerdem setzen manche Ausbildungsberufe ein Mindestalter von 16, 17 oder 18 Jahren voraus. Bei Gesundheitsberufen ist meistens auch ein Gesundheitszeugnis nötig.

Wichtige Infos zum Abschluss einer schulischen Ausbildung

Abschließend ist anzumerken, dass du dich vorab genau erkundigen solltest, welchen Berufsabschluss die jeweilige schulische Ausbildung hat. Angaben wir „staatlich geprüft“ oder „staatlich anerkannt“ geben darüber Aufschluss, ob eine abgeschlossene Ausbildung nur im jeweiligen Bundesland oder in ganz Deutschland gilt.