Deine Pflichten als Azubi


Der Beginn einer Ausbildungsstelle ist ein wichtiger Meilenstein im Leben eines jungen Menschen. Als frischer Azubi trittst du in das Berufsleben ein und verdienst dein erstes regelmäßiges Gehalt. Darüber hinaus solltest du aber beachten, dass du mit dem Unterzeichnen des Ausbildungsvertrags neben zahlreichen Rechten auch ein paar Pflichten wahrnehmen musst. In § 13 des Berufsbildungsgesetzes sind die Pflichten jedes Azubis festgelegt. In diesem Artikel stellen wir dir die wichtigsten davon vor. 

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Lernpflicht als Azubi

Als Azubi hast du die Pflicht, die dir aufgetragenen Tätigkeiten durchzuführen. Dies soll gewährleisten, dass du dein Ausbildungsziel erreichst und dir die in der Ausbildung vorgesehenen Fähigkeiten und Kenntnisse aneignest.

Teilnahme an Unterricht, Prüfungen und sonstigen Ausbildungsmaßnahmen 

Mit deiner Unterschrift des Ausbildungsvertrags verpflichtest du dich auch dazu, regelmäßig am Berufsschulunterricht sowie an den Prüfungen und sonstigen Ausbildungsmaßnahmen wie beispielsweise Betriebsbesichtigungen teilzunehmen. Für diese Tätigkeiten wirst du von deinem Ausbildungsbetrieb freigestellt, daher ist es dringend erforderlich, dass du zuverlässig diesen Pflichten nachkommst. 

Weisungsgebundenheit

Als Azubi musst du den Weisungen deines Ausbilders oder einer anderen weisungsberechtigten Person Folge leisten und die dir aufgetragenen Aufgaben erfüllen. 

Einhaltung der Betriebsordnung

Um einen reibungslosen und vor allem sicheren Ablauf deiner Tätigkeiten zu gewährleisten, musst du außerdem die Betriebsordnung deines Ausbildungsbetriebs einzuhalten. Das ist sozusagen die Hausordnung deines Arbeitgebers. Sie schreibt beispielsweise vor, dass Schutzkleidung getragen werden muss, in manchen Bereichen nicht geraucht werden darf oder dass bestimmte Bereiche nicht betreten werden dürfen. 

Sorgfaltspflicht als Azubi

Als Azubi hast du die Pflicht, die dir zur Verfügung stehenden Mittel sorgfältig zu behandeln und zu pflegen. Dazu gehören Maschinen, Werkzeug und sonstige Arbeitsmaterialien. Die Sorgfaltspflicht gilt auch für sämtliche Aufgaben, die du als Azubi ausführst, d.h. auch die Erfüllung deiner schulischen Pflichten. Außerdem musst du das Berichtsheft regelmäßig pflegen und vollständig dokumentieren. Dein Ausbilder wird dieses Berichtsheft im Normalfall regelmäßig prüfen, da er es unterschreiben muss. Diese Vorgabe solltest du ernst nehmen, denn ein sauber geführtes Berichtsheft ist Voraussetzung dafür, dass du am Ende deiner Ausbildung zur Abschlussprüfung zugelassen wirst. 

Verschwiegenheitspflicht

Da du als Azubi Teil des Unternehmens bist und somit über betriebsinterne Abläufe und Informationen Bescheid weißt, ist es dringend notwendig, dass diese Daten vertraulich behandelt werden. Das bedeutet, dass du als Azubi sämtliche betrieblichen Interna für dich behältst und keine außenstehenden Personen darüber informierst. 

Benachrichtigung im Krankheitsfall

Solltest du während deiner Ausbildung krank werden und deshalb nicht zur Arbeit oder in die Berufsschule gehen können, musst du das deinem Arbeitgeber bzw. deiner Berufsschule frühzeitig mitteilen. Dabei musst du auch die voraussichtliche Dauer deines Ausfalls angeben und -bei mehr als drei Tagen Fehlzeit- eine ärztliche Bescheinigung vorweisen. Diese muss deinem Ausbildungsbetrieb und/oder der Berufsschule spätestens am darauffolgenden Arbeitstag vorliegen. Dein Ausbilder darf die Bescheinigung jedoch auch schon früher anfordern. Kümmere dich also frühzeitig darum, dass dein Ausbildungsbetrieb und die Berufsschule frühzeitig informiert werden und dein Attest erhalten. 

Pflicht als Azubi zur Angabe einer Nebentätigkeit

Wenn du bereits volljährig bist, besteht grundsätzlich die Möglichkeit, neben deiner Ausbildung auch einer Nebentätigkeit nachzugehen. Diese musst du deinem Ausbildungsbetrieb jedoch mitteilen und dieser muss sie genehmigen. (Stand: 30.09.2022)