Berichtsheft


Berichtsheft – nützliche Tipps

Um Deine Ausbildung abzuschließen, wirst Du es in jedem Fall benötigen: das Berichtsheft. Dort wird all das dokumentiert, was Du in Deiner Ausbildung alles machst und lernst. Die Frage, die Du Dir nun sicher stellst, ist wie genau Du es verfassen musst und welche sonstigen Rahmen es darüber hinaus erfüllen soll. All das erfährst Du im folgenden Beitrag genauer.

Berichtsheft

Was ist ein Berichtsheft überhaupt?

Ein Berichtsheft ist eine Art von Tagebuch, welches die gesamten Ausbildungsinhalte dokumentieren soll, damit dieses anschließend Deine erworbenen Fähigkeiten und Kenntnisse beschreiben kann.

Zunächst solltest Du beachten, dass Du als Azubi dazu verpflichtet bist, ein Berichtsheft zu führen. Es muss am Ende der Ausbildung bei der Abschlussprüfung vollständig und unterschrieben vorgelegt werden. Dies ist im Berufsbildungsgesetz §13 Nr. 7 vorgeschrieben.

Welche Arten von Berichtsheften gibt es?

Was viele nicht wissen ist, dass es nicht nur eine Art vom Berichtsheft gibt. Es gibt tatsächlich mehrere Arten: 

1.     Das handschriftliche Berichtsheft

Meistens bekommst Du von Deinem Ausbildungsbetrieb die passenden Materialien bereitgestellt. Falls nicht, gibt es vorgefertigte Berichtshefte, welche Tabellen und Felder zum Ausfüllen enthalten. 

2.     Das digitale Berichtsheft 

Wenn Du mit Deinem Ausbildungsbetrieb gesprochen hast, ist es auch möglich Dein Berichtsheft digital mit Programmen wie beispielsweise Word zu verfassen. Dabei sind auch im späteren Verlauf digitale Signaturen zugelassen. Am Ende der Ausbildung musst Du dieses Heft jedoch trotzdem ausdrucken, damit es die Prüfer einsehen können. 

https://berichtsheftig.de/vorlage/

3.     Das Online-Berichtsheft per Software

Manche Arbeitgeber bieten es Dir auch an, Dein Berichtsheft online zu führen. Dabei ist der große Vorteil, dass Deine Daten jederzeit gespeichert werden und somit nicht verloren gehen können. Dabei kannst Du Dir auch eine Erinnerung einstellen, die Dich immer zu einem bestimmten Zeitpunkt daran erinnert, das Heft zu pflegen. 

Wie schreibe ich mein Berichtsheft?

Um Dein Berichtsheft zu schreiben, solltest Du Dir erst einmal Gedanken darüber machen, welche Art von Führung Du wählen möchtest, da es auch hier nicht nur eine Form gibt.

1.     Tagesbericht:

Wie der Name schon andeutet, schreibst Du bei einem Tagesberichtsheft jeden Tag Deine Tätigkeiten auf. Dabei musst Du jedoch keine vollständigen Sätze bilden, sondern kannst die Tätigkeiten kurz und stichpunktartig aufführen. Dabei musst Du jedoch unbedingt auf die passenden Zeitangaben passend zu den jeweiligen Aufgaben achten.

2.     Wochenbericht:

Der Wochenbericht ist ähnlich wie der Tagesbericht, mit dem Unterschied, dass Du Deine Aufgaben nicht täglich stichpunktartig mit der passenden Zeitangabe aufschreibst, sondern wöchentlich. Das macht diese Form des Berichtshefts ungenauer.

3.     Monatsbericht:

Bei der Variante des Monatsberichtsheftes notierst Du als Azubi die Tätigkeiten, die Du während des gesamten Monats ausgeübt hast. Da diese Form jedoch sehr ungenau ist, raten wir Dir zu einer der anderen Methoden.

4.     Abteilungsbericht:

Wie Du vermutlich schon weißt, durchläufst Du während Deiner Ausbildungszeit unterschiedliche Abteilungen Deines Ausbildungsbetriebes. Die Form des Abteilungsberichtes fasst jeweils nach einer abgeschlossenen Abteilung genau zusammen welche Tätigkeiten Du dort ausgeführt hast. Der Abteilungsbericht ist eine Ergänzung zu Deinem Tages- oder Wochenbericht.

Was kommt in mein Berichtsheft?

In Dein Berichtsheft kommt kurz und knapp eine Zusammenfassung, was Du gelernt hast. Dabei kannst Du auch gerne auf kleine Dinge hinweisen, wie beispielsweise das Bedienen eines neuen Druckers. Selbstverständlich sollte der Großteil Deines Berichts jedoch mit den wichtigen Tätigkeiten gefüllt sein. Du hast beispielsweise gelernt, wie man eine neue Software bedient oder hast das erste Mal als Kfz-Mechaniker einen Motor aufgemacht? Dann schreib‘ das so detailliert wie möglich in Dein Berichtsheft.

Was Du nicht vergessen solltest:

Der Berufsschulunterricht ist ebenso Teil Deiner Ausbildung und gehört somit auf jeden Fall auch in das Berichtsheft. Dabei reicht es aufzuzählen, welche Themen Du dort behandelt hast und welche praktischen Übungen Du gegebenenfalls dort ausgeführt hast. Denke dabei auch die detaillierten Zeitangaben, wann Du was gelernt hast.

Aufbau des Berichtshefts

1.     Deckblatt

2.     Ausbildungsordnung

3.     Tätigkeiten in Deinem Betrieb

4.     Unterricht in der Berufsschule

5.     Krankheit und Urlaub

6.     Sonstige Anlagen

Ist es wichtig, täglich in mein Berichtsheft zu schreiben?

Das kommt ganz auf die Form Deines Berichtsheftes an. Wenn Du Dich dazu entscheidest ein Tagesberichtsheft zu schreiben, empfehlen wir Dir täglich in Dein Berichtsheft zu schreiben, damit Du nicht vergisst, was Du wann gemacht hast. 

Du solltest aber generell regelmäßig in Dein Berichtsheft schreiben, da es sonst passieren kann, dass Du die ausgeübten Dinge vergisst.

Wer kontrolliert mein Berichtsheft?

Was viele anfangs nicht vermuten, ist, dass Dein Heft nicht erst am Ende Deiner Ausbildung kontrolliert wird, sondern von Deinem Ausbildungsleiter auf Inhalte und Sorgfalt geprüft wird und er Dir anschließend ggf. Tipps zur Verbesserung geben kann.

Wichtige Tipps von Azubi-Asap

–       Um Dir Gelerntes besser merken zu können, mach‘ Dir immer Stichpunkte am Handy von dem, was Du gerade gemacht hast. So wirst Du es beim Schreiben des Berichtshefts nach der Arbeit einfacher haben.

–       Nimm das Ganze ernst, denn je länger Du es vor Dir her schiebst, umso schwerer wird es Dir fallen Inhalte richtig wiederzugeben.

–       Verwende gerne Bilder (von beispielsweise gefertigten Gegenständen im Handwerk) in Deinem Berichtsheft. Das macht Deine Dokumentation anschaulicher.